Showlaser und Lasershow FAQ (Häufig gestellte Fragen) und Begriffserklärung

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Begriffserklärungen:

Beamshow Eine Beamshow wird im Gegensatz zu einer Projektionsshow nicht auf eine Leinwand projiziert. So wird eine Lasershow bezeichnet, die vor allem durch Strahleneffekte beeindruckt.
Blanking Beim Blanking wird der Laser ausgeschaltet während er dür den Betrachter unsichtbarer Wege fährt. Ohne das Blanking wären bei der Ausgabe verbindende Linien z.B. zwischen den einzelnen Formen oder einzelnen Buchstaben zu sehen.
Divergenz Der Laserstrahl weist eine hohe Bündelung auf. Die Strahlen des natürlichen Lichtes verlaufen dagegen nicht parallel und weisen Divergenz auf. Durch dieses Auseinanderlaufen der Lichtstrahlen wie beim Lichtkegel einer Taschenlampe verteilt sich die Energie und erfährt somit eine Dämpfung Bei einem Laser ist der Divergenzwinkel sehr klein, somit kann man mit einem Laser Energie über sehr weite Strecken übertragen.
DMX Digitales Steuerprotokoll in der Lichttechnik. Über DMX werden normalerweise keine Laserprojektoren gesteuert. Ein DMX gesteuerter Laser kann nur fest im Laser abgelegte Figuren wieder geben.
Galvo Ein Galvo, umgangssprachlich „Scanner“, ist das Herz eines Laserprojektors, denn ohne Galvo könnte ein Projektor nicht projizieren. Prinzipiell ist ein Galvoscanner vergleichbar mit einem sehr schnellen Servomotor. Die Scangeschwindigkeit eines Galvos wird in pps (Punkte pro Sekunde) nach ILDA Standard angegeben. Doch hier ist Vorsicht geboten! Manche Händler bieten Galvosätze mit fantastischen Scangeschwindigkeiten an, die nach ILDA Standard nicht nachvollziehbar sind.
Haze = Dunst; macht Laserstrahlen besser sichtbar. Wird durch einen Hazer (Dunsterzeuger) aus Nebelfluid erzeugt.
Hotspot Sichtbarer Start-/Stopp-Punkt einer Figur. Der Laser fährt diesen Punkt öfters als alle anderen an. Dieser Punkt erscheint deshalb heller.
ILDA (International Laser Display Association) Gängige Schnittstelle zur Steuerung des Lasers. Es können alle 3 Farben (RGB) und die X-Y Bewegung der Spiegel mittels ILDA gesteuert werden.
ILDA Testbild Standardisiertes Verfahren um die Scanspeed eines Projektors zu Bestimmen. Es wird ein bestimmtes Bild ausgegeben dessen Proportionen und andere Merkmale bei 8° Auslenkung exakt mit der Vorgabe übereinstimmen müssen. Die Geschwindigkeit des Projektors mit der die Ausgabe optimal ist, ist die nach ILDA anzugebende Scanspeed.
Interface Ein Interface ist ein Gerät, welches PC Signale in Lasersignale, meistens analoge Spannungen, umwandelt. Mamba kann mit verschiedenen Interfaces arbeiten. Wir empfehlen den Einsatz 3 der MediaLas USB-Box aus Gründen der 100%igen Kompatibilität und Leistungsfähigkeit.
Interlock Durch Schlüssel oder Notaus Schalter wird das Interlock betätigt. Es schließt sich der Shutter. Das Interlock ist also eine Sicherheitsvorkehrung.
Interpolation Um eine schnell gescannte Linie sauber darzustellen, müssen von der Software Interpolationspunkte auf die Linie gesetzt werden. Diese Punkte liegen zwischen normalen Eckpunkten und können, je nach verwendeter Galvos, in längerer oder kürzerer Distanz gesetzt werden. Je mehr Interpolationspunkte gesetzt werden, desto höher die Flackerrate im Bild. Auch hier muss experimentell eine optimale Balance gefunden werden.
Konvergenz Konvergenz ist die Farbmischung im Laserprojektor. Durch das Übereinanderlegen der einzelnen Farben ergibt sich bei einem RGB System die Farbe weiß.
LAN Local Area Network; Laserprojektoren können ebenfalls über LAN angesteuert werden. der Projektor kann direkt mit der Netzwerkkarte des PCs verbunden werden.
Laser "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation", deutsch: "Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission"
Blue laser 447nm Wellenlänge, blau ist für das menschliche Auge am schwersten Wahrnehmbar
Green laser 532nm Wellenlänge: grün wird vom menschlichen Auge bis zu 6 mal heller wahrgenommen als andere Farben.
Red laser 652nm Wellenlänge bzw. 637nm "bright red"; MediaLas verwendet vor allem das "bright red" da es für das menschliche Auge heller erscheint.
Laserklassen Einstufung der von Laser ausgehenden Gefahr für den Menschen. Eine Tabelle über die unterschiedlichen Klassen befindet sich weiter unten.
Laserschutzbeauftragter Bei Verwendung von Lasern der Schutzklassen 3R, 3B oder 4 muss zwingend ein Laserschutzbeauftragter ernannt werden. Dieser muss sich durch besondere Sachkenntnisse auszeichnen. Den Status des Laserschutzbeauftragen kann man in Seminaren erhalten oder durch berufliche Ausbildung und Erfahrung nachweisen.
Modulation Unter Modulation eines Lasers versteht man das An- und Abschaltendes Lasers. Es gibt 2 verschiedene Varianten der Laser Modulation. TTL An/Aus oder Analog von 0-100%. Welche Variante genutzt wird, kommt auf die Qualität des Laser Projektors an. Auf dem Markt sind beide Varianten vertreten. TTL Modulation wird vorwiegend in billigen Laser Projektoren verwendet, während Analoge Modulation zu unstabiler Laserfunktion in billigen Laserprojektoren führen kann. Eine gute Analoge Modulation ist ausschließlich bei professionellen Lasern zu finden. Ein RGB Laser, welcher TTL benutzt, kann nur 7 Basisfarben darstellen, während ein Analog modulierter Laser theoretisch alle verfügbaren Farben innerhalb seines Farbspektrums darstellen und diese auch sanft ein- und ausblenden kann.
mrad Strahl-Divergenz. Gibt an, wie weit sich ein Strahl über die Entfernung ausdehnt. 3mrad bedeutet also, dass sich der Strahl pro Meter um 3mm ausdehnt.
Powercon Kältgerätestecker der Firma Neutrik. Kontakt sind vor Berührung geschütz und der Stecker veriegelt sich selbst um vor versehentlichem Abziehen zu schützen.
pps Dies ist die Schnelligkeit, mit der Galvanometer arbeiten können. Der PPS Wert bestimmt die Schnelligkeit, wie schnell ein Bild projiziert werden kann. Je schneller die Galvanometer, desto weniger wird das Bild flackern. PPS wird im Veranstaltungs- und Lasershow Bereich mit dem original ILDA Testbild bei einem Winkel von 8° gemessen. Bedauerlicherweise deklarieren viele unprofessionelle Firmen ihre Scanner als weitaus schneller als diese in Wirklichkeit arbeiten können, indem Sie das ILDA Testbild manipulieren oder einfach ihre eigenen Test-Bilder verwenden. Aus diesem Grund kann eine korrekte PPS Zahl nur angegeben werden, wenn die Scanner auch mit dem Original ILDA Testbild gemessen wurden.
Projektionsshow Eine Projektionsshow wird normalerweise auf eine (Wasser-) Leinwand projiziert. Mit Hilfe des Lasers werden Grafiken, Figuren oder Animationen gezeigt.
Projektor Der Laserprojektor ist ein Gerät, welches die meisten benötigten Komponenten beinhaltet, um ein Laserbild oder eine Lasershow zu projizieren – der Laser, das Galvosystem und, natürlich, Netzteile. Ein Projektor kann einfach aufgebaut- oder für den professionellen Gebrauch gebaut sein, wie z.B. ein Infinity oder Mystiqe.
RGB Rot, grün und blau. Geräte die mit RGB gekennzeichnet sind enthalten eine rote, eine grüne und eine blaue Laserdiode. Durch die Mischung ist eine Ausgabe aller sichtbaren Farben inkl. weiß möglich. (auch Weißlichtlaser)
RGY Rot, grün und gelb. Geräte die als RGY bezeichnet werden besitzen eine grüne und eine rote Laserdiode. Durch Mischung sind gelb und alle anderen Mischfarben von grün und rot als Ausgabe möglich.
Scanner siehe "Galvos"
Scanner Fail Protection Sicherheitssystem des Projektors. Beim Ausfall der Galvos oder anderen Systemfehlern die eine Gefährdung von Mensch und Auge verursachen könnten, schaltet die Schutzfunktion den Laser ab.
Scanspeed Die Geschwindigkeit, mit der ein Bild, eine Szene oder eine komplette Show auf dem Laserprojektor abgespielt wird. Sie wird in PPS (points per second ) angegeben. In Mamba kann die Scangeschwindigkeit zwischen 1,000 pps und 130,000pps betragen. Je schneller die Scangeschwindigkeit, umso weniger flackert die Projektion. Allerdings kann zu schnelle Scangeschwindigkeit auch zu Schäden an den Galvanometern führen.
Shutter Ein Shutter ist eine mechanische Vorrichtung um Laserstrahlung zu unterbrechen. Ein Shutter wird direkt vor dem Strahlaustritt angebracht und kann durch den Notaus Schalter oder Safety aktiviert werden.
Sidefills Seitlich angebrachte Projektoren, die den Hauptlaser in der Mitte unterstützen und der Show mehr Fläche sowie Breite geben. Sidefills vergrößern den Abstrahlwinkel eines Lasersystems.
Strahldurchmesser Durchmesser des Laserstrahls am Ausgang des Laserprojektors.
TEC Thermo Electric Coolers – Temperaturregelung. Sorg dafür, dass die Laserdioden im richtigen Temperaturbereich arbeiten.
TEM Transversal elektromagnetische Welle. TEM 00 bezeichnet einen Laserstrahl der keine Mode (Lücke) hat und seine maximale Energie in der Mitte des Strahls bündelt. TEM 10 ist ein Strahl mit einer Mode in X-Richtung. Fast alle Laser haben solch eine Lücke. MediaLas Laser sind allerdings nahe TEM 00, d.h. die Lücke ist für das menschliche Auge nicht sichtbar.

Frage: Wie stark muss mein Projektor sein?
Antwort: Die Stärke des Projektors hängt von den räumlichen Gegebenheiten, der zu bestrahlenden
Fläche und den sonstigen äußeren Bedingungen ab. Wir beraten Sie hier gerne um eine für Sie
optimale Lösung zu finden.

 

Frage: Wie viele Projektoren benötige ich?
Antwort: Grundsätzlich hängt die Anzahl der Projektoren von der Größe der Fläche und dem
Einsatzbereich ab. Jedoch empfiehlt es sich stets mehrere Projektoren unterschiedlicher Leistung zu
verwenden um die Show in die Breite zu ziehen und ihr mehr Raum zu verschaffen.

 

Frage: Welche ist die hellste Farbe?
Antwort: Grün ist die hellste Farbe im Farbspektrum. Grün wird vom menschlichen Auge bis zu 6
mal heller wahrgenommen als z.B. blau oder rot.

 

Frage: Ich habe einen Weißlichtlaser und möchte Sidefills installieren. Wie stark müssen diese
sein?

Antwort: Es kommt hier immer auf die stärkste Farbe des RGB Gerätes an. Sidefills sollten eine Stufe
schwächer als die hellste Farbe des Weißlichlasers sein. Bsp.: Hauptprojektor: Infinity 2100 mit
700mW grün --> Sidefills: Sniper 45-150 oder Power VX 500

 

Frage: Kann ich einen starken Projektor auch in kleinen bis mittleren Räumen benutzen?
Antwort:
Ja. Mamba bietet hier ein spezielles Feature das es erlaubt Zonen einzurichten in denen der
Laser mit weniger Leistung betrieben wird bzw. komplett abschaltet.

 

Frage: Die Scanner Failure Protection lässt keine Spiegelschüsse zu. Kann ich sie deaktivieren?
Antwort:
Ja. Hierfür gibt es verschiedene Wege. Die Failure Protection oder auch Safety sollte jedoch
nur mit Rücksicht auf Mensch und Auge ausgeschaltet werden. Beim Infinity kann die Safety mittels
der Fernbedienung abgeschaltet werden. Der zweite Weg geht über Mamba zum Umgehen der Failure
Protection ist ein zweiter Beam notwendig. Wird für diesen die Farbe schwarz definiert entsteht ein
Single Beam z.B. für Spiegelschüsse.

 

Frage: Andere Hersteller werben mit bis zu 100.000pps Scanspeed. Ist dies möglich? Warum
bietet MediaLas dies nicht?
Antwort:
100.000pps Scanspeed sind sehr unrealistisch wenn nach dem ILDA Standardverfahren
gemessen wird. Diese Werte kommen zustande, wenn der Hersteller mit geringerer Auslenkung (<8°)
misst. MediaLas verwendet stets das ILDA Testbild zur Bestimmung der Scanspeed. Darüber hinaus
ist eine zu hohe Scanspeed schädlich für die Galvos.

 

Frage: Kann ich an einen Projektor DMX-Geräte anschließen?
Antwort:
Dies ist mit Geräten der Infinity-Reihe möglich. Es wird also nur ein Steuerkabel benötigt
welches die Strecke zwischen PC / Steuerpult und Laserprojektor überbrückt. Die DMX-Geräte
können direkt am Infinity mittels DMX Out angeschlossen werden.

 

Frage: Warum ist Haze besser als Nebel?
Antwort:
Haze verteilt sich besser und schneller im Raum. Die kleineren Tropfen des Dunstes sind im
Vergleich zu Nebel für Laserprojektionen vorteilhafter.

 

Frage: Warum hat mein Projektor einen LAN Netport?
Antwort:
Über den LAN-Netport ist es möglich, das Gerät direkt mit der Netzwerkkarte des
Computers zu verbinden. Es wird also kein Interface mehr benötigt.

 

Frage: Wo kann ich die Laserklasse ablesen?
Antwort:
Die Laserklassen richten sich nach der Stärke des Projektors und sind zwingend auf dem
Typenschild des Gerätes anzugeben. Bei MediaLas Geräten finden Sie die Laserklasse auf der
Rückseite des Gerätes.

 

Frage: Was ist das Besondere an einer luftdichten optischen Sektion?
Antwort:
In eine luftdichte optische Sektion kann kein Schmutz z.B. durch Lüfter eindringen. Bei
Geräte die dies nicht bieten, besteht die Gefahr, dass die Spiegel und Gläser schnell verschmutzen und
Schmutz sogar einbrennen kann. Dies dämpft dann die Leistung des Gerätes.

 

Frage: Wie stark muss mein Laser für eine Outdoor Veranstaltung sein?
Antwort:
Als Faustregel gilt hier: ab ca. 1W grün ist ein Laser für den Outdoor Einsatz gut ausgerüstet.

Alles klar? Dann nichts wie los und gleich ordentliche Showlaser Projektoren kaufen ;)


MediaLas Show Laser ist ein Geschäftsbereich der MediaLas Electronics GmbH - Hölzlestr. 13 - 72336 Balingen - Tel. 07433-907990 - Fax 07433-90799-22

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